Ostsee,Peenemünde,Usedom,Świnoujście 2018 heisser Sommer

Letzte Woche war es sehr warm und ich entschied mich für eine Woche kurz nach Usedom zu fahren. Ich überlegte noch zwecks Zelten oder Pension. Habe mich denoch für die Pension entschieden und bin über Berlin hoch in den Norden. Die erste Zugfahrt dauerte etwas länger, da ein Böschungsbrand am Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe die ICE-Strecke blockierte und so erreichte ich den ersten Zwischenstop erst spät am Abend in Berlin Tempelhof . Am nächsten Tag hatte ich die Idee mal nach einer Führung über den Flughafen Berlin Tempelhof. Jedoch die erste wurde vom Museum erst gegen späten Nachmittag angeboten. Da die Temperaturen jedoch langsam stiegen entschied ich mich für die spontane Weiterfahrt Richtung Zinnowitz um schnell an die Ostsee zu gelangen. Die Verbindung ist gut mit den Zug und nach knapp über 3 Stunden war ich an der bzw. in der Ostsee. Die Pension lag direkt am Meer, daher erstmal ins Meer und am abend Fischessen und Sonnenuntergang fotografieren. Am Strand war recht Betrieb, viele Leute, jeden Abend eine Performace auf dem Platz und eine kleine Kirmes mit  Riesenrad. Am nächsten Tag wanderte ich erst mal richtung Trassenheide und von dort aus weiter mit den Zug Richtung Peenemünde. Dort besuchte ich das Historisch Technisches Museum, wo vieles aus der Zeit der Heeresversuchsanstalt Peenemünde ausgestellt ist. Das Museum selbst ist einen Gebäudekomplex, welches zur Kraftwerks-Anordnung in der damaligen Zeit gehörte. Im Anschluss besuchte ich noch das russische U-Boot U-461, welches unweit davon im Hafen liegt. Uesedom selbst ist verkehrstechnisch sehr gut ausgebaut, es gibt die Usedomer Bäderbahn, viele Radwege und Leihfahrräder überall.
Am nächsten Tag ging es in die andere Richtung nach Świnoujście in Polen und habe mir dort ein wenig den Hafen, die Uferpromenade und die Stadt angesehen. Eine sehr eindrucksvolle Stadt, welche auch sehr viel vom Tourismus der angrenzenden Seebäder profitiert. Daher ein Eis gegessen und dann weiter.
Den Abend fuhr ich wieder zurück nach Peenemünde und spazierte noch ein wenig Richtung Flugplatz. Das meiste jedoch dort ist Sperrgebiet, da vieles ungesichert herumsteht und man nicht weiss was sich dort noch verbirgt, teilweise durch Zäune abgesperrt.
Man entdeckt nur ein paar Gleise im Wald, welche wahrscheinlich zu den Raketenabschuss-Anlagen des Aggregat 4 gingen und die zugewachsenen Trichter niedergegangenen britischer Bomben (Operation Hydra 1943). Auch einen alten Kühlungsschacht von einer Triebwerks-Testanlage relativ vom Gras zugewachsen habe ich noch entdeckt
Beim Flugplatz werden mittlerweile wieder Rundflüge angeboten. Ich denke solte die Insel mal wieder reaktiviert werden, wäre es eine eindrucksvolle Naturlandschaft, welche sich in den Hinterlassenschaften von zweiter Weltkrieg, drittes Reich und Herresversuchsanstalt und der Nutzung der NVA in der DDR in der nachfolgende Ruhe dort sich nach 1990 entwickelt hat. Es ist ein historisch eindrucksvolles grosses Gebiet von den ehemaligen Kraftwerk, der Sauerstoffanlage den Bunkern, den Konzentrationslagern, ein grober Blick auch den Abgrund der Geschichte.
Am Abend ging es wieder zurück zur Zinnowitz-Mole um den traumhaften Sonnenuntergängen zu folgen. Ich nutze auch für etwas Astrofotografie so z.b. Mondaufgänge über der Ostsee oder auch das Leuchtfeuer der Greifswalder Oie sehr eindrucksvoll. Von Świnoujście sieht man die Fähren aufs offene Meer herausfahren.
Am vierten Tag ging es erstmal Richtung Harz und dann später nach Bern zurück. Eine kleine Entspannungsreise in heissen Tagen. An der Küste ging etwas frischer Wind, später dann Richtung Berlin, Harz machten sich dann wieder die über 30 Grad bemerkbar.

Buch zu Peenemünde während der Zeit der Heresversuchsanstalt: Insel ohne Leuchtfeuer von Ruth Kraft

Audio-Feature: Audio feature Ruth Kraft

Bildimpressionen 1:

 

Bildimpressionen 2: